Mühlengeister Schulung – Soßen und Suppen

Soßenworkshop in der Untermühle


Am 23.03.- 25.03. haben wir Küchen-Azubis, im Rahmen eines Workshops, mehr zum Thema Soßen und Suppen gelernt. Zunächst möchten wir einen kleinen Überblick über die Begriffe Brühe, Fond, Jus und Consommé schaffen, die im Blog häufiger auftauchen werden:
Eine Brühe ist eigentlich nichts anderes als Kochwasser. Kocht man also zum Beispiel Gemüse, ist das, was man danach abgießt, eine Gemüsebrühe. Durch die kurze Kochzeit ist eine Brühe sehr dünnflüssig. Sie kann aus Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchten zubereitet werden. Eine Brühe kann sowohl einfach so, als auch mit Einlage oder gebunden als Suppe genossen werden.

Eine geklärte Brühe wird Consommé (Kraftbrühe) genannt.

Das Klären einer Brühe versteht sich wie folgt: Durch das Zugeben von Eiweiß zu einer kalten Flüssigkeit binden sich diese Eiweiße an die Schweb- und Trübstoffe in der Brühe. Durch das darauffolgende Erhitzen der Flüssigkeit gerinnen bei etwa 70 °C die Eiweißketten und flocken mit den Trübstoffen aus. Man erhält eine sehr klare, durchsichtige Consommé.
Ein Fond (Französisch für Grundlage) ist einer Brühe ähnlich, wird aber kalt angesetzt und viel länger gekocht. Meist wird ein Fond aus Knochen (bzw. Gräten bei Fischen und Schalen bei Meeresfrüchten) und Gemüse hergestellt. Auch reiner Gemüsefond ist üblich. Fond dient meist als Grundlage oder zum Verfeinern von Saucen. Ein Fond ist kein Nebenprodukt wie die Brühe: Das darin gekochte Fleisch, Gemüse oder die Knochen werden richtig ausgekocht, sodass man sie später nicht mehr verwenden kann. Das Ziel ist also, möglichst viel Geschmack an die Flüssigkeit zu übertragen. Deshalb werden für Fond in der Regel auch Gemüsereste (Schnittreste, Schalen) und Fleischreste (Karkassen, Knochen, Knorpel, Gräten) verwendet. Man möchte damit nichts verschwenden. Je nachdem, ob Knochen oder Fleisch zuerst noch geröstet werden, entsteht ein dunkler oder ein heller Fond.
Wenn ein dunkler Fond benötigt wird, werden die Zutaten mit vielen Röstaromen angebraten. Um die Farbe dunkler zu bekommen, wird das Röstgemüse und Fleisch/ Wild tomatisiert. Dieses wird dann geröstet und mit dunklem Alkohol wie beispielsweise Portwein, Rotwein, Balsamicoessig und/ oder auch Madeira abgelöscht und einreduziert. Eine Jus (Französisch für Saft) ist eine konzentrierte, dunkle Soße aus abgelöschtem und abgelöstem Bratensatz (Knochen, Karkassen, Gemüse). Die Röstaromen vom Bratensatz werden verfeinert und verstärkt durch Tomatenmark, Rotwein, Essig
und Gewürze wie zum Beispiel Lorbeer, Piment, Nelke, Wacholder und Senfkörner. Die Jus wird üblicherweise noch am Ende mithilfe von Stärke oder einer Mehl-Butter gebunden.
Im Folgenden beschreiben wir jeweils die Herstellung von Fischfond, Fleischbrühe und Jus, die wir, während dem Workshop hergestellt haben.

Fischfond:
Für den Fischfond benötigen wir die folgenden Materialien: Messer, Schneidebrett, Topf und Schaumkelle.
Zuerst haben wir die Fischabschnitte und Knochen gewässert, bis das Wasser klar wurde, um die Trübstoffe zu entfernen. Daraufhin haben wir den Fisch auf mittlerer Hitze in Butter angeschwitzt, jedoch ohne, dass er Farbe annimmt. Anschließend haben wir helles Röstgemüse (Fenchel, Stangen- und Knollensellerie, Zwiebeln, Lauch) hinzugegeben. Geeignete Gewürze sind Lorbeer, Senfsaat, Koriandersamen, Fenchelsaat und getrocknete Chili. Zusätzlich kann, je nach gewünschter Geschmacksrichtung noch mit schwarzen Pfefferkörnern, Piment, Anis und Thymian ergänzt werden. Danach haben wir das Ganze mit Noilly Prat (Wermuth) abgelöscht.
Sobald Dieser einreduziert ist, kann zusätzlich mit Weißwein abgelöscht werden. Wenn der Wein verdampft ist, kann der Vorgang beliebig oft wiederholt werden. Im Anschluss haben wir den Topf mit kaltem Wasser und Eiswürfeln aufgefüllt. Dann wird die Flüssigkeit bei mittlerer Hitze erwärmt. Dadurch tritt das Eiweiß langsam aus und nimmt beim Aufsteigen Trübstoffe mit an die Oberfläche. Der Schaum, der sich an der Oberfläche absetzt, muss nun mit einer Schaumkelle abgeschöpft werden.


An dieser Stelle haben wir den Fond über Nacht kaltgestellt. Am folgenden Tag haben wir den Fond passiert und erneut aufgestellt. Hierbei können erneut Gewürze und helles Gemüse hinzugegeben werden. Den Fond haben wir bis auf die gewünschte Geschmacksintensität reduzieren lassen. Zum Abschluss haben wir den Fond erneut abpassiert.
Der Fond kann auch als klare Fischsuppe angeboten werden. Dazu kann er gegebenenfalls mit Eiweiß geklärt werden.
Einlagen für eine Fischsuppe können pochierter Fisch, Grießnocken, Muscheln/Meeresfrüchte, Gemüse und Nudeln sein.
Der Fond kann auch als Fischsoße weiterverarbeitet werden. Hierzu wird der Fond erneut aufgestellt und einreduziert. Abgebunden wird mit Sahne, Stärke, kalter Butter oder Mehlbutter.

Klare Fleischbrühe (gemischter Fond):
Für die Fleischbrühe benötigen wir die folgenden Materialien: Pfanne, Topf, Messer, Schneidebrett und Schaumkelle.


Zunächst haben wir eine Pfanne und einen Suppentopf aufgestellt. Anschließend haben wir Zwiebeln samt Schale halbiert und mit der Schnittfläche nach unten in der Pfanne scharf angebraten. Im Topf haben wir parallel Kalbsstücke und Hühnerkarkassen auf hoher Hitze angeröstet. Im nächsten Schritt kommen Röstgemüse und die gebräunten Zwiebeln hinzu. Wenn das Gemüse auch Farbe angenommen hat, wird mit Weißwein abgelöscht. Lorbeer, Piment, Anis, Wachholder und Senfsaat haben wir in einer separaten Pfanne geröstet, sodass sich die ätherischen Öle besser entfalten. Der Sud wird immer wieder eingekocht und mit Weißwein aufgegossen. Anschließend haben wir eine kalte Gemüsebrühe, die wir in einem vorherigen Workshop hergestellt haben, aufgegossen. Der Topfinhalt wird mit kaltem Wasser und Eiswürfeln aufgefüllt. Der Fond wird auf mittlerer Hitze erwärmt und das aufschäumende Eiweiß wird mit einer Schaumkelle abgeschöpft. Sobald der Fond aufgekocht ist, kann er passiert werden.
Am Folgetag haben wir die Kraftbrühe geklärt. Dazu haben wir Kalbs- und Rinderstücke mit geschnittenem Wurzelgemüse gewolft. So wird die Oberfläche vergrößert und das Eiweiß kann besser austreten. Die Mischung aus Klärfleisch und Gemüse wird mit Eiweiß vermengt und in den kalten Fond gegeben. Der Topf wird auf mittlerer Hitze aufgesetzt. Durch die Hitze verbindet sich das Eiweiß mit der Masse und bildet einen sogenannten Klärkuchen. Der aufsteigende Klärkuchen bindet die Trübstoffe und nimmt diese mit an die Oberfläche. Wenn die Masse als fester Teller auf der Oberfläche treibt, wird dieser geviertelt und abgeschöpft. Anschließend wird der Fond passiert und erneut auf die gewünschte Intensität reduziert. Dabei wird die Brühe schon abgeschmeckt.
Das Klären verändert den Geschmack der Brühe nicht. Als Klärfleisch wird häufig helles Fleisch wie Geflügel oder Kalb verwendet. Durch Zugabe von Eiweiß wird der Klärkuchen stabiler.

Jus:
Für die Jus haben wir zunächst Kalbsknochen mit Öl eingerieben und bei 210 °C im Ofen geröstet. Dieser Prozess nimmt etwa eine bis zwei Stunden in Anspruch. Währenddessen haben wir Fleischabschnitte im Kipp-Bräter angebraten, sodass schöne Röstaromen entstehen. Daraufhin wird Röstgemüse (Zwiebel, Knollensellerie, Lauch, Champignons, Karotte) geschnitten, dazugegeben und mit angebraten. Etwas später wird das grüne Gemüse, wie der grüne Teil vom Lauch mit untergemengt. Danach haben wir den Bräterinhalt mit etwas Tomatenmark vermischt und weiter rösten lassen, bis der Inhalt eine dunkelrote Farbe angenommen hat. Hier ist es erforderlich, dass wir ständig umrühren, da das Mark leicht anbrennt. Dann haben wir Lorbeer, Piment, Sternanis, Wacholderbeeren und Senfkörner hinzugegeben und die Hitze etwas reduziert auf ca. 180 °C. Jetzt haben wir das Ganze mit Balsamico-Essig abgelöscht und diesen einreduzieren lassen. Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden. So wird der Geschmack intensiviert. Anschließend wird Rotwein aufgegossen und einreduziert. Beides sorgt für eine dunklere Farbe.


Die Kalbsknochen werden nun untergemischt und das ausgetretene Fett, sowie der Röstansatz wird nach Wunsch abgelöst und zugegeben. Daraufhin haben wir die Jus mit kaltem Wasser aufgefüllt und das Fett und den Schaum nach und nach abgeschöpft. Anschließend haben wir die Jus köcheln lassen und immer wieder mit kaltem Wasser aufgegossen.
Am nächsten Morgen wird die Jus erneut auf knapp unter 100°C aufgekocht, durch ein Sieb gelassen und das Fett abgeschöpft. Das restliche Röstgemüse, die Knochen und die Abschnitte haben wir anschließend mit kaltem Wasser aufgefüllt und erneut ausgekocht. Dieser zweite Ansatz wird auch „Grand Jus“ genannt, welchen wir später anstelle von Wasser zum Aufgießen benutzt haben. Währenddessen haben wir zum Aromatisieren der Jus in einem neuen Topf Zwiebeln, Schalotten und Chilis angeschwitzt. In einer separaten Pfanne wurden Wachholderbeeren, Piment, Senfsaat, Nelken, Fenchelsaat und schwarzen Pfeffer angeröstet, sodass die ätherischen Öle freigesetzt werden. Die Gewürze haben wir dann mit in den neuen Ansatz gegeben. Das Ganze wird mit Traubensaft abgelöscht, mit der Jus aufgefüllt und großzügig einreduziert.
Am dritten Tag haben wir die reduzierte Jus mit dem zweiten Ansatz- der „Grand Jus“- aufgefüllt, erneut aufgekocht und eingekocht. Für eine noch dunklere Farbe haben wir in einem separaten Topf eine Rotweinreduktion hergestellt und dazugegeben und zu guter Letzt mit Stärke angedickt.

Fazit:
Der Workshop war erneut eine sehr lehrreiche Erfahrung, die jeden von uns bereichert hat. Mit das Beste an dem Workshops ist, dass jede Frage in Ruhe geklärt werden kann. So wird unser Koch- Verständnis langfristig geprägt. In der Zukunft können wir so auf die gelernten Grundlagen zurückgreifen, um kreativ und nachhaltig zu Kochen. Denn Brühen, Fonds und Jus sind super Verwertungs-Methoden: Abschnitte, die sonst zum Teil in die Tonne kommen können immer noch als Geschmacksgeber dienen und sind nicht nutzlos. Die richtige Herstellung von Fonds und Soßen darf also in keiner Küche fehlen. Denn diese vollenden viele Gerichte und machen sie so Geschmacksvoller. Außerdem wären unsere Teller ohne Soßen und Suppen schon sehr trocken und fad. Deswegen war es umso wichtiger den Herstellungsprozess zu erlernen. Es war ebenfalls wieder ein großes Vergnügen nach einiger Zeit wieder im Team zu arbeiten und dabei seine Fertigkeiten zu verbessern. Im Austausch mit anderen klären sich nicht nur Missverständnisse oder auch Fragen, es kommt auch in den Gesprächen zum Betrachten von Aspekten, die sonst untergehen würden. Genaue Ausführungen und Techniken bekommen wir gezeigt die uns später im Berufsleben wertvolle Kraft und Zeit sparen.

Mühlengeister Azubischulung – Etwas für die Pasta-Liebhaber…

Für uns Küchen-Azubis ging es am 22.-24.02.21 an einen Pasta-Workshop, der uns im Corona-Lockdown als Weiterbildungsmaßnahme dienen sollte. Der Workshop bestand aus drei Tagen, wobei der erste Tag vornehmlich für die Teigherstellung der Pasta-Teige und Verarbeitung der Kartoffelteige angedacht war, der zweite Tag für die Produktion langer und gefüllter Nudeln und der dritte Tag zur Ergebnissicherung.

Am ersten Tag haben wir vorwiegend die Kartoffelteige produziert und verarbeitet, die wir im Folgenden etwas näher betrachten wollen. Wir haben zwei verschiedene Kartoffelteige hergestellt: Einen Teig für Gnocchi und Einen für Schupfnudeln. Grundsätzlich bestehen Kartoffelteige aus: gekochten, mehligen Kartoffeln, Mehl und Hartweizengrieß, sowie Ei und Eigelb. Salz, Pfeffer und Muskat dürfen natürlich auch nicht fehlen. Kartoffeln, Mehl und Grieß sorgen für die Konsistenz und Festigkeit, während das Ei die notwendige Bindung bietet.
Die folgenden Teigrezepte haben wir verwendet:

GnocchiTeig Schupfnudel Teig
1 kg mehlige, gekochte Kartoffeln (gestampft) 500g mehlige, gekochte Kartoffeln
100g Eigelb 300g Mehl
150g geriebener Parmesan 20g Grieß
200g Mehl 10g Crème fraîche
150g Grieß 1 Ei
Salz, Pfeffer, Muskat Salz, Pfeffer, Muskat

Durch Zugabe von beispielsweise Roter Beete, Spinat oder Kurkuma in den Teig lässt sich dieser in den entsprechenden Farben einfärben und so das Aussehen und das Geschmackserlebnis beeinflussen.
Die Kartoffeln sollten nach dem Kochen erst einmal ausdampfen, da sie so trocken wie möglich sein sollten, um eine gute Teigverarbeitung zu gewährleisten. Beide Teige erfordern es, den Kartoffelstampf zunächst abkühlen zu lassen, bevor der Teig vermengt und geknetet wird.
Bei der Herstellung der Gnocchi und Schupfnudeln gleichen sich die ersten Arbeitsschritte. Zuerst gilt es, die Arbeitsfläche gründlich zu mehlieren und den jeweiligen Teig erneut gut durchzukneten. Anschließend wird der Teig gleichmäßig aufgeteilt und aus den einzelnen Stücken eine gleichmäßig dicke Rolle, mit circa 2cm Durchmesser, ausgerollt. Mithilfe eines Teigschabers werden nun gleichgroße Stücke von der Rolle abgetrennt und zu Kugeln geformt.
Ab hier unterscheidet sich die Weiterverarbeitung und wir gehen auf beide getrennt ein.

Gnocchi:
Für die Gnocchi werden nun die Teigkugeln auf einem Gnocchi-Spachtel platziert und mit der Handinnenfläche unter leichtem Druck langsam über die Oberfläche des Spachtels gerollt. Dieser hat auf seiner Oberseite Rillen, die für die typische Gnocchi-Form sorgen. Hierfür kann auch ein Gnocchi-Brett verwendet werden, das ebenfalls eine gerillte Oberfläche besitzt.
Die Rillen in den Gnocchi sorgen nicht nur für eine entsprechende Ästhetik, sondern führen auch dazu, dass Soßen besser anhaften und so zum Ist die gewünschte Form erreicht, können die Gnocchi gegart werden. Wir haben die Gnocchi schonend bei 100 °C für 10 Minuten gedämpft. Wenn man die Gnocchi herkömmlich kocht, sollte man einige Dinge beachten:
Es sollte ein ausreichend großer Topf gewählt werden, um zu verhindern, dass die Gnocchi aneinanderkleben. Die Gnocchi in kochendes Salzwasser geben, aber nach der Zugabe die Hitze verringern, denn die Gnocchi sollten siedend gar gezogen werden. Die Gnocchi sind verzehrbereit, sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Dann werden sie mit einer Schaumkelle entnommen.
Nun gäbe es noch die Möglichkeit die Gnocchi in zerlassener Butter zu schwenken, bis sie goldbraun sind.

Schupfnudeln:
Die Teigkugel wird hierbei auf die Arbeitsfläche gelegt. Man formt mit der Handinnenseite eine leichte Mulde, in der man beginnt, die Kugeln längs auszurollen. Dabei übt man mit den Fingern und den Handballen etwas Druck aus, um die Enden dünner werden zu lassen. Ist die typische, an den Enden spitz zulaufende Form erreicht sind die Schupfnudeln bereit zum Garen.
Wir haben die Schupfnudeln ebenfalls bei 100°C für 10-15 Minuten gedämpft. Beim Kochen gelten die gleichen Vorgaben, wie bei den Gnocchi: Die Schupfnudeln in kochendes Salzwasser geben, die Hitze verringern und sieden lassen. Sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen, sind sie verzehrbereit.
Genauso wie die Gnocchi kann man die Schupfnudeln nach dem Dämpfen/Kochen in zerlassener Butter schwenken. Hier empfiehlt es sich noch etwas Rosmarin oder Thymian hinzuzugeben.

Tag 1 hielt aber noch mehr für uns auf Lager:
Insgesamt haben wir acht verschiedene Teige für den nächsten Tag vorbereitet, darunter fünf Teige für „lange Nudeln“, davon Einer Vegan , zwei Teige für Ravioli und einen mit roter Farbgebung durch eine Rotweinreduktion hergestellt.
Grundbestandteile eines Pasta-Teiges sind: Mehl oder Grieß (aus Weizen, Dinkel, Roggen oder Buchweizen) als Basis, sowie Wasser, Salz und evtl. Ei. Durch verschiedene Zusammensetzungen dieser Grundkomponenten ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse in Bezug auf Stabilität, Farbe, Konsistenz und Garverhalten.
Das im Mehl enthaltene Gluten (Klebereiweiß) sorgt im Teig für Festigkeit und Stabilität. Ei sorgt für Bindung durch Stocken beim Kochen, dient als Emulgator im Teig und führt zu einer schönen Farbe. Durch gründliches Kneten wir ein solcher Teig elastischer, da sich das Gluten miteinander verschlingt.
Farbgebende Komponenten für Nudelteige können zum Beispiel Tintenfischtinte, Gemüsepulver (z.B. Bärlauch oder Kurkuma), Säfte (aus Roter Beete, Spinat oder Rotkraut), Konzentrate (z.B. Tomatenmark oder Rotweinreduktion) und Lebensmittelfarbe sein.

Die vorbereiteten Teige vom ersten Tag wurden von uns in Bezug auf Farbe, Stabilität, Konsistenz, Garverhalten und Geschmack geprüft.
Im Folgenden listen wir eine Auswahl der Rezepte der Teige, die wir hergestellt haben. Der Teig für lange Nudeln und der Ravioli Teig war jeweils der Beste seiner Kategorie.

Lange Nudeln: Ravioli: Maultaschen:
-300g Mehl -500g Mehl -400g Mehl
-2 Eier -500g Hartweizengrieß -4 Eier
-3 Eigelb -10 Eier -1 EL Olivenöl
– 1 EL Olivenöl -Salz    
-1/2 TL Salz -Muskat    

 

Die Zutaten werden zusammengefügt und zu einem glatten/homogenen Teig geknetet. Die Teige sollten vor der Verarbeitung ruhen. Dies kann zwischen 30 min und 24 Stunden erfordern.
Mit der Herstellung der Pasta-Teige und der Kartoffelteige, sowie der Zubereitung der Kartoffelteige endete der erste Tag des Workshops und wir gehen nun zum zweiten Tag und der Weiterverarbeitung der Nudelteige über.
Bei der Verarbeitung der verschiedenen Nudelteige gingen wir zuerst immer gleich vor: Die Teige wurden zunächst erneut per Hand geknetet. Daraufhin haben wir ihn in handlichere Stücke zerteilt und diese mit dem Nudelholz auf ca. 5mm Dicke ausgerollt, um ihn anschließend durch die Hand-Kurbel-Maschine zu drehen.
Hier ist anzumerken, dass die Verarbeitung in der Hand-Kurbel-Maschine andere Anforderungen an den Teig stellt, als eine elektrische Nudelmaschine. Für die Verarbeitung per Hand muss der Teig geschmeidiger und elastischer sein, wohingegen der Teig für eine Verarbeitung durch eine elektrische Maschine trockener sein kann, da er in der Maschine gepresst wird.
Das Ausrollen mit der Hand-Kurbel-Maschine war für alle Nudeln, die wir hergestellt haben, ein gemeinsamer Ausgangspunkt. Hierbei entstehen lange Teigbahnen, die für alle Nudeln benötigt werden. Diese werden immer dünner ausgerollt, bis sie die gewünschte Dicke haben. Dabei ist zu beachten, die Teige immer wieder mit Mehl oder Grieß zu bestreuen, um zu verhindern, dass der Teig klebt.

Für einfache „lange Nudeln“ haben wir diese Teigbahnen mehliert, eingerollt, um sie dann in gleichmäßigen Abständen zu durchtrennen. Dadurch entstehen einfache Bandnudeln, wie Tagliatelle. Auf die Herstellung der Maultaschen und Ravioli gehen wir nun einzeln ein.

Maultaschen:
Für die Maultaschen benötigt man neben dem entsprechenden Teig auch eine Füllung, für die wir das folgende Rezept verwendet haben:

Füllung:

  • 2 Brötchen (vom Vortag)
  • 100ml Schlagsahne (wir haben Kalbsschulter genutzt und mit etwas Sahne gekuttert)
  • 400g Zwiebelwürfel (fein/Brunoise)
  • 1 EL Butter
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • Schnittlauch und Petersilie
  • Gefrorener Spinat (bei frischem Spinat muss Eis zur Kühlung beim Kuttern zugefügt werden)
  • 300g Hackfleisch (gemischt)
  • 200g Kalbsbrät
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 1 EL Butter -3 Eier

Zunächst werden die Brötchen mit warmer Sahne übergossen und darin ziehen gelassen. Die restlichen Zutaten werden zu einer homogenen, gebundenen Masse vermengt. Beim Kuttern der zerkleinerter Kalbsschulter und etwas Sahne, haben wir gefrorenen Spinat hinzugegeben, um zu verhindern, dass diese zu warm wird. So wird verhindert, dass Eiweiß austritt oder gerinnt. Die Masse haben wir dann in einen Spritzbeutel gefüllt.
Die Teigbahnen, die wir mit der Hand-Kurbel-Maschine ausgerollt haben, werden nun in ca. 0,5m Abschnitte zerteilt, um sie leichter verarbeiten zu können. Nun platziert man einen solchen Abschnitt auf einem Küchenhandtuch.
Mit dem Spritzbeutel wird, an der unteren Längsseite entlang, die Füllung aufgespritzt. Diese wird zur Mitte hin etwas glattgestrichen, wobei der obere Rand frei bleiben muss. Denn hier wird nun eine Eigelb-Wasser Mischung aufgetragen, um den Teig später zu verkleben.
Im nächsten Schritt wird der Teigabschnitt von der unteren Längsseite an nach oben gerollt. Hierbei ist das Handtuch von Nutzen, da es verhindert, dass der Teig an der Arbeitsfläche haftet und reißt. Die so entstandene Teigrolle wird nun mithilfe eines Kochlöffelstieles in gleichmäßigen Abständen abgedrückt. Die festgerückten Stellen werden dann mit dem Messer oder Teigschaber durchtrennt.

 

 

Gegart werden Maultaschen traditionell, indem sie in Rinderbrühe gar gezogen werden. Man kann sie aber auch herkömmlich kochen oder wie in unserem Fall bei 100°C für 10-15 Minuten dämpfen.

Ravioli:
Für die Ravioli benötigt man ebenfalls eine Füllung. Wir haben eine Erbsen- und eine Paprika Füllung hergestellt, werden aber am Beispiel der Paprika-Ravioli die Herstellung erklären.

Füllung:
-Rote Paprikas waschen, das Kerngehäuse entfernen und halbieren
-Die Hälften mit Salz, Pfeffer und Olivenöl bestreichen und im Ofen grillen
-Den gegrillten Paprikas (nach dem Abkühlen) die Haut abziehen
-Eine Hälfte pürieren, die andere Hälfte in Brunoise schneiden
-Die pürierte Paprika mit gestampften Kartoffeln vermengen
-Mit Chili, Salz, Pfeffer und Cayenne abschmecken

Der Ravioliteig wird nun ebenfalls zu Teigbahnen ausgerollt. Möglichst so, dass man gleichgroße Bahnen erhält.
Eine Bahn breitet man nun vor sich aus und setzt in gleichmäßigen und ausreichenden Abständen kleine Häufchen der Paprika Brunoise auf. Die Füllung wird nun mit einem Spritzbeutel auf diese Häufchen aufgespritzt.

Um die Füllung (und auf eine weitere Teigbahn) wird nun die Eigelb-Wasser Mischung gestrichen. Die bestrichene Teigbahn wird nun der Länge nach auf die untere Bahn aufgelegt. Zwischen den Füllungen sollte man den Teig etwas andrücken und die Luft herausstreichen. Nun haben wir eine runde Ausstechform zur Hand genommen und zunächst mit der stumpfen Seite, in kreisenden Bewegungen den Teig um die Füllungen angedrückt. Daraufhin haben wir mit dem Ausstecher die Ravioli ausgelöst. Hier kann man auch ein Messer oder einen Pasta-Roller verwenden.
Eine weitere Möglichkeit zur Herstellung gefüllter Nudeln sind Nudelplatten, die es erleichtern eine größere Zahl an Nudeln auf einmal herzustellen. Die Platten haben Mulden in die, nach dem Auflegen des Teiges, die Füllung platziert wird. Wenn man dann mit einer Teigbahn das Ganze verschließt, erhält man die fertigen Ravioli.
Gegart werden Ravioli in kochendem Salzwasser für ca. 5 Minuten.
Häufige Füllung für Ravioli sind unter Anderem Ricotta und Spinat, Käse, Basilikum und Frischkäse oder auch Lachs.
Zudem gibt es natürlich jede Menge leckerer Nudelgerichte, von denen wir nun eine Auswahl auflisten möchten:

Lange Nudeln:
– Carbonara, mit Speck, Ei und Käse
– Bolognese, mit Hackfleisch und Tomatensoße
– Napoletana, mit Tomatensoße
– Rindergulasch

Gnocchi:
– Mit Pesto
– Mit Tomatensoße
– Mit gebratenem Gemüse
Schupfnudeln:
– In Salbeibutter, mit Sauerkraut und gewürfeltem Räucherspeck gebraten
– Süß, mit Mohn oder Zucker und Zimt
– Klassisch mit Apfelmus

Maultaschen:
– In einer Brühe als Suppeneinlage
– „Geschmälzt“, d.h. mit in gebräunter Butter angebratenen Zwiebeln übergossen, dazu gibt es oft Kartoffelsalat
– „Geröstet“, hier werden die Maultaschen in Streifen geschnitten und anschließend in der Pfanne gebraten (auch mit Zwiebeln und/oder EI)

Ravioli:
– Ravioli in Sahnesoße
– Mit Tomatensoße
– In Butter oder Olivenöl geschwenkt

Allgemein eignen sich Nudeln zu einem breiten Spektrum an Speisen als Beilage. Z.B. Fleisch-, Fisch- und Gemüsespeisen werden durch Nudeln hervorragend ergänzt.
Der Workshop gab uns die Gelegenheit, viel Neues zu erlernen, indem uns Informationen, aber auch die praktischen Arbeitsschritte vermittelt wurden. Uns wurden die Grundlagen der Teigherstellung und Verarbeitung beigebracht, sowie die Auswirkungen der unterschiedlichen Teigzusammensetzungen. Im Zuge der Arbeit mit dem Teig erlernten wir die motorischen Arbeitsschritte kennen, die zur Teigverarbeitung erforderlich sind. Z.B. die verschiedenen Falttechniken und der Umgang mit der Hand-Kurbel-Maschine. Hier zeigte sich auch, wie wichtig präzises und vorsichtiges Arbeiten ist, um die Qualität des Produktes zu gewährleisten.
Das Wissen um die Herstellung und Verarbeitungen der Füllungen und Massen, genauso wie die Funktion von Ei in Teigen, sind auch in anderen Bereichen einsetzbar.
Gelernt haben wir auch, wie wichtig Teamwork und Zusammenarbeit sind. Die Aufteilung der Arbeitsschritte und die gegenseitige Unterstützung sorgte für einen reibungslosen Ablauf.
Zudem ist es unheimlich wichtig das Lernen mit Praxis zu verbinden, um einen anhaltenden Lerneffekt zu erzeugen. Die praktische Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Team taten gerade zu Corona-Zeiten sehr gut.

 

 

MÜHLENGEISTER Team – Einschulung der Lehrlinge

Zum 1. August haben wir gleich 4 neue Azubi-Mühlengeister in unserem Team aufnehmen dürfen. Allesamt junge Menschen die bereit sind, den Grundstein Ihrer gastronomischen Karriere bei uns in Jordan’s Untermühle zu legen.

Natürlich war es unser aller Anliegen, den neuen MÜHLENGEISTER-Küken einen außergewöhnlichen Empfang zu bereiten und Ihnen das Team, die Philosophie und das Unternehmen nahezubringen. Hierfür haben wir wahrlich keine Mühen gescheut und haben gleich zwei volle Arbeitstage als „Einschulungstage“ für die Neulinge organisiert.

Ein straffes Programm stand also auf dem Plan! Unsere Teamleiter haben einen „Stundenplan“ entworfen, welcher 2 Stunden „Reinschnuppern“ für jeden der Neulinge, in jeder Abteilung des Hauses gewährte. Bei mittlerweile 6 Abteilungen kommt da ganz schön was zusammen. Zu den durchlaufenen Abteilungen zählten folgende:

Buchhaltung

Etage

Marketing

Rezeption

Wellnessbereich

Küche

Aufmerksam mussten unsere neuen Mühlengeister also den Teamleitern zuhören und das was Ihnen zu den einzelnen Abteilungen berichtet wurde, möglichst verinnerlichen!

Letztlich gab es da noch unsere Azubi-Rally, welche wir extra für die Neulinge erarbeitet haben. Hier wurden Fragen zu den verschiedenen Bereichen des Hotels gestellt, welche von den einzelnen Lehrlingen innerhalb der 2 Stunden in den jeweiligen Abteilungen beantwortet werden mussten.

Am Ende der beiden Tage gab es immer eine Feedbackrunde, um gemeinsam das Erlebte zu reflektieren und Rückmeldungen zu den Eindrücken zu sammeln.

Jetzt hoffen wir natürlich, dass unseren neuen Azubi’s  ihre ersten Tage genauso viel Freude bereitet haben wie uns und das sie viele Informationen in Erinnerung behalten.

Schön, dass ihr bei uns seid! Willkommen im außergewöhnlichen MÜHLENGEISTER-Team!

“Habe mich direkt integriert und unglaublich wohl gefühlt” – Mühlengeist Ann-Katrin Waldi stellt sich vor

Hallo Zusammen,

ich heiße Ann-Katrin Waldi, bin 22 Jahre alt und bin seit Januar 2018 auch ein Mühlengeist.

Zu aller erst, möchte ich mich Ihnen einmal vorstellen.

Meine Ausbildung begann ich 2012 im Novotel in Karlsruhe als Hotelfachfrau. Direkt nach der Ausbildung verschlug es mich nach München, wo ich eine Neueröffnung eines Hotels mitgestalten und erleben durfte. Ich bin eine Person, die immer neue Dinge erleben möchte und habe mich deswegen im Frühling 2016 dazu entschlossen, auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten. Hier hielt es mich 1 Jahr, bis ich wieder zurück zu meiner Familie kam und letztendlich in der wunderschönen Untermühle meine Kollegen an der Rezeption unterstütze.

Meinen ersten Eindruck der Untermühle, bekam ich bei meinem Vorstellungsgespräch im Oktober letzten Jahres. Als ich auf den Parkplatz fuhr, war ich zuerst skeptisch ob es auf dem Dorf nicht etwas zu ruhig werden könnte. Nach mehreren Vorstellungsgesprächen in großen Städten und Kettenhotels, hat mich die Freundlichkeit der Mühlengeister und der unverwechselbare Flair der Untermühle überzeugt, sodass ich mich nicht anders entscheiden konnte als selbst ein Mühlengeist zu werden.  Klar war somit auch, dass ein Umzug von Karlsruhe, am besten relativ nah an die Untermühle vor mir stand. Zu meinem Glück, fand ich eine wunderschöne Wohnung direkt in Selzen.

Am 03.01.18 durfte ich dann endlich das gesamte Team bei unserer Weihnachtsfeier kennen (und lieben) lernen. Bereits an diesem Abend entstanden Freundschaften und ich habe mich direkt integriert und unglaublich wohl gefühlt. Nun ist mein erster Monat in der Untermühle fast um und ich bereue meine Entscheidung keines Weges. Ich fühle mich immer noch genauso Willkommen, wie bei meinem ersten Aufeinandertreffen mit den Mühlengeistern und auch die Arbeit gestaltet sich mehr als nur angenehm.

Im Januar durfte ich bereits die Küchenpartys miterleben, was für mich absolutes Neuland war. Mein Fazit ist genauso wunderbar wie das der Gäste: Die lockere Atmosphäre, die wunderbar netten und offenen Gäste, die tollen Winzer und das ganze Ambiente machen die Küchenparty auch für mich zu einem unvergesslichen Ereignis.  Jetzt freue ich mich auf das RheinhEssenWeinBattle® im März (Save the Date 23.03.2018) und natürlich auf unsere Eröffnung des Wellness-Bereichs (nähere Infos HIER).

Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass ich unglaublich dankbar bin, so freundlich aufgenommen worden zu sein und dass ich mich sehr auf die gemeinsame Zukunft mit den Mühlengeistern freue. Und wenn Sie Neugierig geworden sind, wissen Sie nun wo Sie mich finden können, ich bin immer für einen kleinen Plausch bereit.

Bis bald in der Untermühle, Ihr Mühlengeist,

Ann-Katrin Waldi

Weihnachtsfeier 2018 – So feiern Mühlengeister!

Wie schon in den letzten Jahren, hatten wir auch in diesem Jahr wieder unsere etwas verspätete „Weihnachtsfeier“  und haben es uns mal wieder so richtig gut gehen lassen!

Wie viele das schon von uns kennen, sind unsere Mühlengeister-Feiern meist ganz besondere und actionreiche Events. In diesem Jahr gab es wieder ein tolles Action-Erlebnis und zwar führte uns die Tour direkt in die Adventure Kletterhalle Clip n‘ climb nach Mainz Hechtsheim!

Im Gegensatz zu üblichen Kletterhallen ist das Clip n‘ climb ein etwas anderes Klettererlebnis! Um die verschiedenen Kletterübungen meistern zu können, benötigt es nämlich eine gute Portion Mut und ziemlich starke Nerven.

Chef und Chefin im direkten Fight

Vor allem an das selbstsichernde System muss man sich zunächst sehr gewöhnen! Hier mussten wir uns aus Waghalsigen Höhen darauf verlassen, dass eine Sicherungsspule uns auffängt sobald man sich in die Tiefe fallen lässt! Zumindest die ersten paar Male, war es ein etwas Mulmiges Gefühl!

Im Anschluss an unsere Kletterpartie, sollte natürlich auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen! Hierfür führte uns das nächste Highlight direkt in der Alte Wartehalle des Bahnhofes in Oppenheim.

Hier wurden wir von Maike Riedel und dem Fräulein Fine Team so richtig verwöhnt! In Form eines tollen Buffets im „Abendbrot-Style“ erwartete uns eine geniale Auswahl an Leckereien, die wirklich für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte!

Das Highlight hierbei war die enorme Auswahl an frischen Brotsorten und der göttliche Mac n‘ cheese Auflauf mit gratinierter Chilli-Cheese Kruste!

Und wie sich das für eine Gastro-Feier gehört, durften die passenden Getränke natürlich auch nicht fehlen. Hierfür gab eine Auswahl an leckeren Dienheimer Weinen, Bitburger Stubbi Bier und natürlich Alkoholfreie Limonaden.

Einige Sympathiepunkte konnte Maike auch mit Ihrer Siebträger Kaffeemaschine sammeln! Hier konnte man sich seinen Kaffee ganz frisch von der Maschine zapfen und anschließend genießen!

Alles in allem war es also mal wieder ein überragender Event mit einem unschlagbaren und einzigartigen Team!

Vielen Dank an alle die dabei waren!

Wie Mühlengeister zu Legenden wurden – Gipfelsturm 2017

Wir haben es geschafft! Gemeinsam, ohne Kompromisse, mit dem nötigen Respekt und einer gaaanzen Menge Energie, haben wir den auf 3000m liegenden Gipfel des hohen Rades im Silvretta Gebirge erklommen.

Die Anreise begann am Sonntag 16.07.17 um 11:00 Uhr vom Parkplatz der Untermühle. Mit 2 vollen Transportern machten wir uns auf die 5 Stündige Fahrt nach Montafon in Österreich. Jeder war gespannt, was in den nächsten Tagen auf uns zukommen sollte. Bei guter Laune und ausgelassener Stimmung, verging die Zeit wie im Flug, bis wir letztendlich gegen 16:00 Uhr den Campingplatz in Montafon erreicht hatten.

Hier warteten schon 4 großzügige 10-Mann Zelte darauf von uns bezogen zu werden. Direkt neben dem Zeltplatz befand sich ein Bergbach, welcher als perfekte Abkühlung nach der anstrengenden Fahrt diente. Anschließend machte sich jeder fertig für das letzte Abendessen vor der Bergtour.

 

Hier wurde, in Form von Pizza und Pasta, nochmal richtig zugeschlagen, um den Energiehaushalt für die bevorstehende Herausforderung ordentlich in Schwung zu bringen. Mit dem Wissen, dass wir am nächsten Morgen um 4:00 Uhr geweckt werden und der Tag körperlich höchst anspruchsvoll werden würde, lagen alle brav um 22:30 Uhr, eingewickelt in ihren Schlafsäcken in den Zelten. Dem einen oder anderen viel es vor lauter Aufregung sicherlich nicht leicht die Augen zu zu bekommen.

Pünktlich um 4:00 Uhr war es dann soweit: Der Tag der großen Bergtour war gekommen! Die erste Herausforderung war bereits, sich bei tiefster Dunkelheit mit Hilfe von Stirnlampen her zu richten und das für die Tour benötigte Proviant vorzubereiten. Nachdem es jeder geschafft hatte, machten wir uns auf den Weg in die Berge. Mit jeder Kurve der Alpinstrasse zum Silvretta Gebirge, wuchs der Respekt vor dem, was auf uns zukam. Oben angekommen gab es zunächst noch ein Gruppenfoto, bis wir uns voller Energie und Vorfreude auf den Weg Richtung Gipfel machten.

Kein Zuckerschlecken, waren schon die ersten 200 Höhenmeter über steinige, steile Trampelpfade. Dementsprechend erschöpft, kamen wir schon bei unserer ersten 30 Minütigen Pause an.

Nach der kurzen Erholung, wurde es dann zunächst etwas gemütlicher. Über grüne Wiesen, bei aufgehender Sonne und schönsten Bergpanoramen, konnte man bei diesem Abschnitt so richtig die Kraft der umliegenden Natur auf sich einwirken lassen.

 

Nach einer weiteren, 15 minütigen Pause, wurde es dann spannend. Die ersten Geröllfelder tauchten vor uns auf. Jetzt wurde die Gruppe von den Coaches des Team Zinckernagel so aufgeteilt, dass jeweils abwechselnd ein „stärkerer“ einem „schwächeren“ über die großen Brocken den Geröllfeldes helfen konnte. Umso weiter wir auf dem Geröllfeld nach oben wanderten, umso steiler und anspruchsvoller wurde es. Alle waren letztendlich erleichtert als wir das Basecamp vor dem letzten steilen Gipfelstück erreicht hatten.

Doch auf dem letzten Stück befand sich die größte Herausforderung. Hier ging es nun um höchste Konzentration, den nötigen Respekt und Durchhaltevermögen, um die steilen Felswände des hohen Rades zu bezwingen. Ungesichert und mit teils kleinsten Trittflächen, war hier nun schon Balance, Kraft und das nötige Geschick gefragt um überhaupt oben ankommen zu können. Auch sollte man sich hierbei gut überlegt haben ob man einen Blick hinter sich wagt, denn als ungeübter Bergsteiger, konnte es ob der extrem steilen Abhänge schnell zu Höhenangst oder Schwindelanfällen kommen.

Doch auch diese Herausforderung meisterten wir! Oben angekommen gab es auf einer gefühlt 50cm breiten Fläche eine kurze Trinkpause und natürlich das obligatorische Gipfelselfie. Dann sollte der Abstieg beginnen. Nicht lange dauerte es, bis wir realisierten, dass das runterklettern fast noch anspruchsvoller war als das hochklettern.

Mit viel Geschick und vor allem gegenseitiger Unterstützung, meisterten wir den Abstieg und kamen heil und vollzählig wieder unten im Basecamp an.

Von nun an war der restliche Rückweg eine rein körperlich Herausforderung, denn psychisch konnte uns nach dem Gipfel wahrlich nichts mehr schocken.

Erschöpft von der insgesamt 11 stündigen Tour kamen wir schlussendlich wieder bei unseren Bussen an. In den Armen liegend und völligst geflasht von diesem Erlebnis machten wir uns  auf den Weg zurück zum Camping Platz.

Den Rest des Abends verbrachten wir dann bei schönstem Ausblick, BBQ, kühlen Getränken und ausgelassener Feierstimmung auf einer Aprés Ski-Hütte in den Bergen. Hier wurde der Tag mit viel gegenseitigem Lob und einigen Lachern noch einmal Revue passieren gelassen.

Eine Mission, die schon in der Theorie höchst anspruchsvoll klingt und sicherlich den ein oder anderen Mühlengeist sowie auch Außenstehenden skeptisch dreinblicken lies, hat es geschafft aus unserem Mühlengeister Team ein noch stärkeres und noch außergewöhnlicheres Konstrukt zu formen. Ein Kraftakt, welcher ohne gegenseitige Unterstützung nahezu unmöglich gewesen wäre, hat wieder einmal gezeigt, wozu ein Team im Stande sein kann, wenn es so stark zusammenarbeitet. Wir können überaus stolz auf diese Leistung und auf unseren unvergleichlichen Team Spirit sein!

Einen riesen Dank, auch an dieser Stelle nochmals, an das Team Zinckernagel für die tolle Organisation, von der Vorbereitung bis zur Durchführung. Es hat großen Spaß gemacht mit euch und wir hoffen, dass wir diese Tour auch für euch zu einem unvergesslichen Ausflug machen konnten.

Mit Bergsteiger-Profi-Grüßen

Ihre Mühlengeister

 

 

 

Gemeinsam auf 3000m – Teambuilding à la Jordan’s

Wie schon auf der Einen oder Anderen Social media Plattform im Laufe der letzten Wochen angeschnitten, stehen wir dieses Jahr vor einer Teambuildingmaßnahme der ganz besonderen Art. Das gesamte Mühlengeister-Team wird vom 15. – 17.07.2017 nach Österreich reisen. Was genau uns dort erwartet und welche Vorbereitungen es hierfür zu treffen gibt, dieses „Geheimnis“ wird in diesem Blog gelüftet.

Straffer Vorbereitungsplan für den Gipfelsturm im Juli

Die Vorbereitung

Bevor die Reise nach Österreich beginnt und  wir uns der spannenden Herausforderung stellen, gab es bzw. gibt es eine nicht gerade geringe Anzahl an vorbereitenden Maßnahmen, welche ergriffen werden müssen. Hierbei handelt es sich um Maßnahmen verschiedenster Art und Weise. Von Diagnostikchecks zur Analyse der Körperlichen Fitness, über gemeinschaftliche Workouts zur Steigerung der Fitness, bis hin zum besseren gegenseitigen Kennenlernen in Form von Selbstporträts und Selbstpräsentationen. Hierfür wurden schon vorab regelmäßige Termine, gemeinsam mit dem Projektbegleitenden Coaching Team „Team Zinckernagel“ , festgelegt und durchgeführt. Schon hier werden wichtige Grundsteine, zur erfolgreichen Durchführung des Projektes gelegt. Man glaubt gar nicht was man über seine Kollegen -welche man ja eigentlich tagtäglich sieht- noch so alles Neues und Spannendes erfahren kann. Des Weiteren ist es beeindruckend zu erfahren, wie sehr sich das Gesundheitsbewusstsein und die Aktivität der Mühlengeister, seit Beginn der Maßnahmen gesteigert hat. Nicht verwunderlich ist es dementsprechend, dass jeder einzelne sein Fitnesslevel, im Vergleich vom ersten zum vorhergehenden Diagnostikcheck, steigern konnte.

Workout zur Vorbereitung auf den Gipfelsturm

Nach dem vorbereitenden Teammeeting (Selbstportrait)

Was kommt auf uns zu?

Wenn wir dann schliesslich alle vorbereitenden Maßnahmen absolviert haben und jeder Einzelne die Voraussetzungen für das Teamprojekt erfüllen kann, werden wir am 16. Juli um 8:00 Uhr unsere Tour in Richtung Montafon starten. Hier erwartet uns dann im wahrsten Sinne des Wortes, der „Gipfel“ des Projektes!

Gemeinsam werden wir, ein auf 2000m Höhe gelegenes Camp in den Bergen beziehen und hier zwei Nächte speisen und übernachten, wie richtige Bergsteiger. Am 17. Juli morgens um 4:00 Uhr (!!!) beginnt dann das große Abenteuer! In frühmorgendlicher Frische, werden wir uns Gemeinsam auf den Weg nach ganz Oben -nämlich dem Gipfel des Berges- begeben. Genauer betrachtet bedeutet dies, dass wir von 2000m auf 3000m wandern bzw. klettern werden. Wer sich auch nur geringfügig mit bergsteigen auskennt wird wissen, dass die letzten 1000m bis zum Gipfel, ob des Gerölls und der sehr hohen Steigung,  die größte Herausforderung bei einer Bergtour darstellen. Es wird also sehr spannend!

Wir sind stolz darauf, dass die Mühlengeister sich entschieden haben diese Aufgabe auf sich zu nehmen und dass wir dieses Abenteuer gemeinsam und als Team bewältigen können. Das soll uns erst mal einer nachmachen!

Bleiben Sie dabei und begleiten Sie unser Projekt!

Sie finden, dass dies ein spannendes Projekt ist, und möchten gerne up-to-date bleiben? Seien Sie live dabei und verfolgen Sie uns auf Facebook, Instagram und Twitter unter dem Hashtag #jordansgipfelsturm . Auch hier im Mühlenblog wird es spannende Beiträge direkt aus den Bergen geben. Wir freuen uns über Ihre Likes und Kommentare zu unserem spannenden Projekt.

Ihre Mühlengeister

Mühlengeister bloggen – wir sind die fleißigen Geister vom Housekeeping

Man spürt und sieht uns selten und doch sind wir mehr als nur präsent! Wir sind die guten Geister aus dem Housekeeping. Wir kümmern uns darum, dass die Untermühle in allen Ecken glänzt und blitzt.IMG_1960

Zu unseren Aufgaben gehört es, die Vinothek und Tagungsräume sauber zu halten, die Zimmer für die nächsten Gäste vorzubereiten und die öffentlichen, als auch internen Bereiche stets ordentlich zu halten. Wir wachsen an jeder neuen Herausforderung und geben täglich unser Bestes.

Uns zur Seite stehen: Unsere Haustechnicker Sorin, Dominik und Manfred die uns mal die schweren Wasserkisten oder die Wäsche auf die Etage rauftragen. Auch Instandhaltungsarbeiten jeglicher Art, erledigen die drei im Handumdrehen.

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Auch mit der Rezeption stehen wir in ständiger Verbindung. Sie informieren uns über Änderungen bei der Zimmerbelegung oder geben uns Bescheid, wenn zu Beispiel mal das Handtuchpapier auf den öffentlichen Toiletten leer ist.

Weiterhin kümmern wir uns in den ruhigeren Saisonzeiten darum, dass in all unseren Gästezimmern eine Grundreinigung durchgeführt wird oder an ruhigen Tagen auch die Tagungsräume grund gereinigt werden.SCHLAFZIMMER

Fenster putzen; Staubweben entfernen; Materialien, die für die Zimmer benötigt werden, auffüllen; Polster, Stühle und Teppiche von Flecken befreien; morgens beim Aufbau der Terrasse helfen oder auch mal Hausprospekte für die Rezeption vorbereiten. All das und noch vieles mehr, gehört zu unseren täglichen TO DO’S.

Manchmal aber auch etwas, was nicht unbedingt zu unseren Aufgaben gehört, aber wir trotzdem mit freude tun: unsere Kollegen aus den anderen Bereichen unterstützen 🙂

Wir, das sind Carolin, Tanja und Christiane, die fast unsichtbaren Mühlengeister aus dem Housekeeping.

„Leinwandträume in Jordan´s Untermühle“

„Ein großes Stück Lebensfreude ziehe ich aus dem Malen. Ich fühle mich in meine Bilder hinein und es macht mir Freude, etwas Schönes entstehen zu lassen – manchmal überrascht es mich auch selbst. Das Wertvollste für mich ist, dass sich die Lebensfreude, die ich in meine Bilder stecke, auch auf andere überträgt“

Marny Staib

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„Der erste Eindruck zählt“, dieses bekannte Sprichwort kennt wohl jeder. Seit Ende März verleiht eine Auswahl verschiedenster Arbeiten von Marny Staib, einer Künstlerin aus Karlsruhe,  unserer Mühle einen ganz besonderen Charme. Bereits im Eingansbereich werden Sie von farbenfrohen und fantasievoll gestalteten Bildern in Empfang genommen.

14368678_1126459637444661_6725039794742139326_nMarny Staib wird 1970 in Neuwied am Rhein geboren. Schon als Kind malt und zeichnet sie sehr gerne.

Nach dem Abitur und der Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin in Mainz arbeitet sie in den Bereichen Sekretariat, Event sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Nebenbei schreibt sie in ihrer Freizeit Kurzgeschichten.

Das Malen entdeckt sie dann 2012 als erfüllendes Hobby wieder, hierzu besucht sie Vorführungen und eignet sich in Tutorials und Workshops Techniken an, die sie zu ihrem eigenen Stil weiterentwickelt.

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Marny Staib und Martina Jordan

Mit reichen Farbenspiel, fantasievoll und poetisch anmutend führt sie die Betrachter durch ihre meist floralen Traumwelten.

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Sie fertigt ihre Bilder mit Acrylfarbe, die sie teilweise mit anderen Materialien kombiniert.

Seit 1998 wohnt die Künstlerin zusammen mit Ihrem Mann und Ihrer Tochter in Karlsruhe.

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Kommen Sie vorbei und machen Sie sich vor Ort ein Bild der Kunstwerke, gerne können Sie diese käuflich erwerben und mit nach Hause nehmen.

Wir freuen uns von Herzen auf Sie

Ihre Mühlengeister

Yasmin Degen, Anna Balz und Sabrina Willhelm